ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem
Hilfe von Mensch zu Mensch

> mehr
> Jetzt spenden

Ein Wochenende voll mit wertvollen Erfahrungen

Erlebniswochenende für junge Menschen mit Schädelhirnverletzungen

Auf Einladung der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung erhielten junge Betroffene die Gelegenheit, einander kennen zu lernen und sich auszutauschen. In enger Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der BARMER war die Berufsgenossenschaftliche Akademie in Hennef ein Wochenende lang Dreh- und Angelpunkt für 50 junge schädelhirnverletzte Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Neben zahlreichen Sport- und Freizeitaktivitäten, boten die auf die speziellen Bedürfnisse der Altersgruppe zugeschnittenen Workshops Rat und Hilfe für die Bewältigung der neuen und belastenden Lebenssituation nach dem Unfall. Denn neben motorischen Einschränkungen sind es vor allen Dingen die geistigen, emotionalen und verhaltensspezifischen Behinderungen, die den normalen Alltag erschweren. "Das Leben gerät nicht nur auf nassen Straßen ins Schleudern," sagt Dr. Klaus Wiedmann, Neuropsychologe aus Kreischa, der in seinem Workshop "Strategien zum Umgang mit den eigenen Ängsten, der Antriebslosigkeit und verletzungsbedingter Müdigkeit" vermittelte. "Die jungen Leute brauchen positive Erfahrungen, damit sie wieder Mut fassen, sich den Herausforderungen des durch den Unfall veränderten Lebens zu stellen."


Sie überwinden ihre Grenzen, wie der 24-jährige Torsten. Seit seinem Autounfall sitzt er im Rollstuhl und kann nur mit Hilfe eines Sprachcomputers kommunizieren. Er lässt sich in den Hochseilgarten ziehen und geniest es, dabei zu sein. Denn vor seinem Unfall war er begeisterter Kletterer.

Wo und wie können wir andere Menschen kennen lernen, war wichtige Frage in einer Gesprächsrunde über das Leben in der Beziehung trotz Behinderung. Die meisten jungen Seminarteilnehmer hatten einmal klare Vorstellungen von ihrem Lebensweg: Schule, Geld verdienen, Heirat, ein oder zwei Kinder, "so Markus Teuber, Psychologe aus Lindlar. "Doch von einer Minute auf die andere lagen ihre Wünsche und Hoffnungen zertrümmert vor ihnen. Ein Unfall brachte die Wende in ihr Leben. Sie alle erlitten Schädelhirnverletzungen und kämpfen sich seither ins Leben zurück."

Geschafft! Zitternd vor Freude steht Peggy am Fuß der Kletterwand. Sie hat die Kletterwand bezwungen - Griff für Griff. Sie hat sich beim Abseilen auf andere verlassen, hat sich in ihre Hände begeben - und viel gelernt.
Im Workshop "Orientierungshilfe für die berufliche Qualifikation außerhalb des ersten Arbeitsmarktes" entwickelten die Teilnehmer gemeinsam Strategien und Ideen für eine erfüllende Beschäftigung trotz der Behinderung.

Highlight des Wochenendes war erneut der gemeinsame Besuch des Klettergartens. Angeleitet von pädagogisch besonders geschulten Fachleuten konnten die jungen Menschen wertvolle Erfahrungen sammeln. Sie lernen sich und ihre Fähigkeiten besser kennen.

Je nach Jahreszeit und Veranstaltungsort gehören Kutschfahrten, gemeinsame Stadtbesichtigungen und Besuche im Biergarten zum Erlebniswochenende und bieten viel Zeit und Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen.



Die nächsten Termine:

07.-09. Mai 2010 Erlebniswochenende in Dresden (Altersgr. 18-35 Jahre)
01.-03. Okt. 2010 Erlebniswochenende in Hennef (Altersgr. 18-35 Jahre)






Angehörigen Seminar Hennef 2008
Die Gründerin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

Hannelore Kohl
Forum

© 2010 ZNS - Hannelore Kohl Stiftung | Datenschutz | Impressum | info@hannelore-kohl-stiftung.de