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28.06.2010
Die Wucht von zwanzig Cola-Kisten

Warum brauchen Fußballspieler keinen Helm - Radfahrer aber doch

Bonn, 28. Juni 2010 - Beim Kopfball trifft der Ball einen Fußballspieler mit der Wucht von zwanzig Cola-Kisten. Der Kopf des Spielers kann das aushalten, weil die Kraft nur eine hundertstel Sekunde wirkt. Einem Sprung vom zehn Meter Brett in ein leeres Becken kommt dagegen der frontale Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Radfahrer gleich. Mit meist katastrophalen Folgen für den Radfahrer. „Der Unterschied liegt in der Kontaktzeit“, so Professor Dr. Metin Tolan, Prorektor für Forschung, Fakultät Physik, an der Technischen Universität Dortmund. „Während die Kräfte auf den Fußballspieler nur eine hundertstel Sekunde einwirken, ist die Kontaktzeit bei einem solchen Unfall viel länger, schlimmste Verletzungen können die Folge sein“, so Tolan weiter.

Über 60 Prozent aller Radunfälle sind Kollisionen mit Autos. 30 Prozent aller verunglückten Radfahrer erleiden eine Schädelhirnverletzung. Ein Helm reduziert das Risiko: Laut einer Studie können 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen bei Radfahrern durch das Tragen eines Helms vermieden werden. „Der Helm fängt beim Sturz die Wucht des Aufpralls ab und kann damit schwere Kopfverletzungen verhindern“ so Helga Lüngen, stellv. Geschäftsführerin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. „Das freiwillige Helmtragen für Radfahrer und Inline-Skater ist daher auch das Ziel unserer neuen Aufklärungskampagne ‚Mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen’“, so Lüngen weiter. Darüber hinaus will die Stiftung mit dieser Aktion das Bewusstsein von Fahrradfahrern für gefährliche Situationen im Straßenverkehr schärfen und ihre Sicherheit verbessern - durch gut beleuchtete Fahrräder, reflektierende Materialien an Rad und Kleidung sowie beleuchtete Helme.

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Kontakt für Rückfragen:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Helga Lüngen
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-0
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de


Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 27,5 Mio Euro aus Spendenmitteln für 575 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.

Spendenkonto 3000 3800 - Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98


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