ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem
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Ratgeber für Eltern

Jedes Jahr erleiden mehr als 45.000 Kinder unter fünf Jahren in Deutschland eine Verletzung des Gehirns - dem wichtigsten Organ des Zentralen Nervensystems. Folgenschwere Hirnschäden entstehen durch Unfälle oder Stürze, aber auch durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff beim Ertrinken sowie durch Stromschlag, Vergiftung oder Schock. Viele Unfallopfer tragen lang anhaltende Schäden oder andauernde Behinderungen davon. Sie können sich nicht mehr bewegen, das Sprechen und Schlucken, sogar das Atmen fällt ihnen schwer und sie brauchen ständige Betreuung.
Wenn ein Kind ins Haus kommt, fangen wir an, die Welt mit anderen Augen zu sehen: Die Kerze auf dem Tisch, die Steckdose in der Wand, das Putzmittel unter der Spüle oder auch der Messerblock - plötzlich sind dies potenzielle Gefahrenquellen. Für Erwachsene oftmals Selbstverständliches ist für Kinder interessantes Neuland. Es ist deshalb wichtig, sich auf die Perspektive des Kindes einzustellen und das Umfeld aus seinem Blickwinkel zu betrachten.

Das größte Gesundheitsrisiko für Kinder sind Unfälle, denn sie können Gefahren noch nicht einschätzen. Deshalb sollten Sie Gefahrenquellen für die Kinder vermeiden und ihre Umwelt sicher gestalten. Erst mit zunehmendem Alter und mit Ihrer Hilfe lernen Kinder, sich entsprechend zu verhalten. Dabei sind die Erfahrungen, die unter der Obhut der Eltern gemacht werden, sehr wichtig. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit und entdecken Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Welt.

Um im Notfall gut vorbereitet zu sein, sollten Sie die wichtigsten Notrufnummern griffbereit halten bzw. im Telefon speichern und auch im Haushalt über einen gut ausgestatteten Verbandskasten verfügen. Wichtig ist, im Notfall ruhig zu bleiben und richtig zu handeln. Eine Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses gibt Ihnen zusätzlich Sicherheit.

Tipps:
  • Entdecken Sie gemeinsam mit Ihrem Kind seine Umwelt. Lassen Sie es unter Aufsicht vieles ausprobieren und üben Sie so den Umgang mit gefährlichen Situationen. Zeigen und kontrolliertes Erlauben sind oft hilfreicher als Verbote.
  • Lassen Sie kleine Kinder nie unbeaufsichtigt.
  • Beobachten Sie aufmerksam die Entwicklung Ihres Kindes. Häufig kommen neue Fähigkeiten- und somit auch neue Gefahrensituationen - „über Nacht“ hinzu.
  • Kinder lernen durch Imitation. Denken Sie daran, dass Sie Vorbild sind und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
  • Handeln Sie immer konsequent und für das Kind nachvollziehbar

Der Ratgeber Die Welt mit Kinderaugen sehen enthält eine Vielzahl von Anregungen und oftmals einfachen Maßnahmen, um Sie für Gefahren in Haushalt, Garten, Freizeit und Verkehr zu sensibilisieren und die Sicherheit Ihres Kindes zu erhöhen.





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